Mein Auslandssemester in Südafrika 14.06.2018

Joline Huntemann - 6. Semester BWL Health Care Management - Janssen

Im Rahmen unseres dualen Studiums haben wir die Möglichkeit ein Auslandssemester in einem Land unserer Wahl zu absolvieren. Als ich mir das erste Mal Gedanken machte, wo ich dieses gerne verbringen würde, war früh klar, dass meine Wahl auf ein etwas außergewöhnliches, aber englischsprachiges Land fallen soll. Da unsere Hochschule, die DHBW Lörrach, eine langjährige Kooperation mit der Durban University of Technology (DUT) pflegt, stand schnell fest, dass ich mich für Südafrika entscheiden werde.

Glücklicherweise unterstützte mich Janssen bei meinem Vorhaben sehr. Durch Abweichungen der Semesterzeiten der DUT von meinen Semesterzeiten an der DHBW Lörrach stellt so ein Auslandssemester für alle Parteien einen organisatorischen Aufwand dar. Da im Unternehmen allgemein Maßnahmen zur individuellen Entwicklung von Mitarbeiten stark gefördert werden, kam Janssen mir in jeglicher Hinsicht sehr entgegen, sodass ich schließlich in mein großes Abenteuer aufbrechen konnte.  

Zusammen mit zwei Kommilitonen aus Lörrach trat ich Anfang Februar meine Reise nach Südafrika an. Wir profitierten dort von einem verkürzten Semester unter 90 Tagen Aufenthalt, folglich brauchten wir kein Visum. Am King Shaka International Airport in Durban angekommen, holte uns unser Gastvater Clive ab. Wir hatten wirklich Glück diese Unterkunft gefunden zu haben. Clive stand bei jeglichen Fragen immer zur Verfügung, was gerade am Anfang wertvoll war. 

Das Studentenleben in Durban ist ganz anders als ich es von der DHBW in Deutschland gewohnt bin. Da die DUT eine öffentliche Universität ist, ist der Campus weitaus größer. Zudem müssen die Kurse selbst gewählt werden. Die Kurswahl findet in Absprache mit der Studiengangsleitung bereits in Deutschland statt, allerdings ist es sehr wahrscheinlich, dass vor Ort noch einmal Vieles geändert werden muss. Formalitäten laufen in Durban nach der „African time“ und immer auf ein paar Umwegen, aber letztendlich hat sich für mich alles geklärt und ich konnte in meine Kurse starten. Die meisten Dozenten sind auf internationale Studenten vorbereitet und besprechen zu Beginn, welche Prüfungsleistungen zu erbringen sind. Im Großen und Ganzen habe ich das Studieren an der DUT mit ein bisschen Engagement als machbar empfunden. Dementsprechend blieb auch genug Zeit für Ausflüge und freie Stunden am Strand.  

Durban liegt im Osten Südafrikas und am atlantischen Ozean. Man nennt es auch „the warmest place to be“, da das Wasser hier angenehm warm ist. Somit ist es auch ein Traum für Surfer. Man braucht keinen Wetsuit und es gibt Hainetzte vor dem Strand. Ich habe mich auch ein paar Mal aufs Board gewagt. Echt ein toller Sport, wenn auch nicht ganz einfach zu erlernen.  

Auch was das Nachtleben angeht hat Durban einiges zu bieten. Es gibt zahlreiche Clubs und Bars in denen man die Abende verbringen kann. Kulinarisch wird man mehr als verwöhnt. Essen gehen ist meist sehr günstig und immer „lekker“. Durbans Spezialität wurde von indischen Einwanderern nach dort gebracht und nennt sich „Bunny chow“. Das ist ein ausgehülltes Halbes / Viertel Toastbrot mit (Vegetarischem, Chicken, Lamm...) Curry gefüllt. Wirklich zu empfehlen! 

Durban hat nicht unbedingt die längste Liste an Sehenswürdigkeiten, ist aber auf jeden Fall sehenswert und eine tolle Stadt zum Leben. Die Hauptattraktionen stellen die Ushaka Marine World mit dem „Wet’n’Wild“ Wasserpark mit Rutschen und Wasserattraktionen, das „Sea World“ mit seinem Aquarium und vielen Shows und das Moses Mabhida Stadium („Highest Stadium Swing“, Führungen, Segwaytouren, Cable Car und Adventure Walk) dar. Wenn man einen typischen südafrikanischen Markt sehen möchte, geht man auf den Viktoria Street Market mit seinen tollen Souvenirs, Gewürzen, Taschen… – Südafrika pur! 

Mein Fazit: Meine Zeit in Südafrika war ein tolles Erlebnis! Ich bin mir sicher, dass ich nicht das letzte Mal in Afrika gewesen bin. Als Studienort für ein Auslandssemester kann ich Durban in jedem Fall empfehlen

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