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Ideen für morgen

Zum achten Mal prämierte Janssen aus der Johnson & Johnson Familiy of Companies drei herausragende Gesundheitsprojekte mit dem Janssen-Zukunftspreis. Ausgezeichnet wurden Initiativen, die Versorgungslücken schließen – zum Beispiel bei der Betreuung von Pflegebedürftigen. Der Preis ist mit 15.000 Euro dotiert.


Vom Janssen-Zukunftspreis gehen seit 14 Jahren wichtige Impulse für die Gesundheitsversorgung in Deutschland aus. „Angesichts der demografischen Entwicklung und der steigenden Kosten, die unsere Gesellschaft zu schultern hat, ist die Sicherstellung einer bezahlbaren und qualitativ hochwertigen medizinischen Versorgung eines der wichtigsten Themen der Zukunft“, so Kris Sterkens, Managing Director Janssen-Cilag GmbH. „Die drei ausgezeichneten Projekte zeigen exemplarisch, was Engagement und innovative Ideen in allen medizinischen Bereichen bewirken können.“ Eine Jury bestehend aus unabhängigen Experten bewertete die Projekte, darunter der Journalist Gero von Boehm, Zukunftsforscher Prof. Dr. Rolf Kreibich und Gesundheitsexperte Prof. Dr. Gerd Glaeske.


Gut betreut bis ins Erwachsenenalter
In diesem Jahr ging der erste der drei gleichwertigen Preise an das Berliner Transitionsprogramm der DRK Kliniken Berlin. Als erstes Projekt in Deutschland beschäftigt es sich mit dem Übergang (Transition) chronisch kranker Jugendlicher wie Epileptiker oder Diabetiker von der Kinder- in die Erwachsenenmedizin. Viele chronisch erkrankte Jugendliche verlieren in der Zeit des Erwachsenwerdens den Kontakt zu ihrem Kinderarzt und versäumen es, zu einem Arzt für Erwachsene zu wechseln. Oft stellen sie sich erst wieder vor, wenn möglicherweise vermeidbare Komplikationen aufgetreten sind. Langjährige Therapie-Bemühungen können so in kurzer Zeit zunichte gemacht werden. Das Berliner Transitionsprogramm schützt 16- bis 20-Jährige vor der Versorgungslücke. Die Jury lobte: „Die Initiatoren haben die vorliegenden internationalen Erkenntnisse zur Transition in einen konkreten Aktionsplan überführt. Vorbildlich, wie das Berliner Transitionsprogramm dabei das Problem auf gleichermaßen systematische wie individuell patientenorientierte Weise angeht.“


Besser versorgt mit Schlaganfall
Das Pilotprojekt TEMPIS erhielt den Zukunftspreis 2010 für die integrierte Versorgung von Schlaganfallpatienten. Die Idee: 15 regionale Kliniken in Südost-Bayern vernetzen sich regelmäßig per Videokonferenz mit zwei Schlaganfallzentren in München-Harlaching und der Universität Regensburg. So ließ sich der Behandlungserfolg in den Kooperationskrankenhäusern um 37 Prozent steigern. „Seit 20 Jahren reden wir über die grandiosen Möglichkeiten der Telemedizin. In diesem Projekt sehen wir sie endlich einmal zur Verbesserung der Versorgung auch in der Fläche grandios verwirklicht“, so Jury-Mitglied und Zukunftsforscher Prof. Dr. Rolf Kreibich, in seiner Laudatio.


Schnell geholfen mit einem Anruf
Dritter Preisträger ist die Düsseldorfer Pflege-Notruf-Zentrale. Seit April 2010 können Pflegebedürftige und Pflegende – aber auch Ärzte und Krankenhäuser – unter einer einheitlichen Telefonnummer 365 Tage im Jahr 24 Stunden kostenlos professionelle Hilfe für den Pflegenotfall anfordern. Die Pflege-Notruf-Zentrale arbeitet mit lokalen Pflegediensten zusammen, um stets eine schnelle Reaktion und kurze Anfahrtswege zu garantieren. Wirtschaftswissenschaftler Prof. Dr. Rudolf Hickel begründete das Jury-Urteil mit den Worten: „In der Brandung eines weiter steigenden Pflegebedarfs ragt die Pflege-Notruf-Zentrale als rettender Leuchtturm in der Versorgungsverbesserung heraus. Sie leistet hier einen künftig unverzichtbaren Beitrag zur besseren Fürsorge.“

Der Zukunftspreis wird auch 2012 wieder vergeben. Die Projekte können sich nicht selbst bewerben, sondern werden unabhängig ausgewählt.

Johnson & Johnson (Corporate) | www.jnj.com

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