Unbeschwert leben
Gegen ein paar Kilo zu viel wirkt meist eine Diät. Anders ist es bei extrem übergewichtigen Menschen. Für viele gibt es nur einen Weg, dauerhaft abzunehmen: Ein Magenband hilft, den Appetit zu zügeln.
Schon als Kind war Fiona M. mollig. Früh begann sie mit Diäten. Jedes Mal verlor sie Gewicht, doch anschließend nahm sie noch mehr zu. Im Erwachsenenalter setzte sich der Jo-Jo-Effekt fort – bis Fiona M. krankhaft fettleibig war. Von dieser extremen Form des Übergewichts sprechen Mediziner, wenn der Body Mass Index (BMI)* einen Wert von mindestens 40 aufweist. Beispielsweise gilt ein 1,78 Meter großer Mann mit 130 Kilogramm Körpergewicht als krankhaft adipös, so der Fachbegriff für Fettsucht. Sie ist mehr als ein kosmetisches Problem: Die Adipositas beeinträchtigt die Lebensqualität der Betroffenen enorm und birgt zahlreiche Gesundheitsrisiken.
Geringes Selbstwertgefühl
„Ich konnte nicht mehr richtig gehen, geschweige denn Sport machen“, erzählt Fiona M. „Meine Knie taten weh und bei der kleinsten Anstrengung geriet ich außer Atem. Auch hatte ich erste Anzeichen einer Diabetes.“ Die Weltgesundheitsorganisation WHO bewertet Adipositas als Krankheit mit ernsten Risiken. Außer mit Diabetes ist sie oft mit Bluthochdruck, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und gefährlichen Atemaussetzern im Schlaf (Apnoe) verbunden. Nicht nur die Sorge um die Gesundheit macht stark adipösen Menschen zu schaffen. Dazu kommen psychische Probleme. „Viele Betroffene haben ein geringes Selbstwertgefühl“, sagt etwa der Arzt Nick Boyle. „Sie denken, jeder sieht sie mit Verachtung an.“ Auch Fiona M. glaubt, dass sich ihre Fettsucht negativ auf ihr Privat- und Berufsleben auswirkte: „Ich war nicht so kontaktfreudig, wie es unter anderen Umständen gewesen wäre.“
Schneller satt
Studien belegen, dass den meisten krankhaft adipösen Menschen mit Diäten und mehr Bewegung nicht geholfen ist. Sie brauchen eine umfassende Beratung durch ein Spezialisten-Team. Ärzte, Ernährungswissenschaftler und Psychologen prüfen gemeinsam, welche Therapie die sinnvollste ist. Die Erfahrung zeigt, dass für viele fettleibige Patienten ein chirurgischer Eingriff die einzige Chance ist, ihr Gewicht dauerhaft zu senken. Im Fall von Fiona M. riet die Hausärztin zu einem Magenband. Bei dieser besonders schonenden Methode legt der Chirurg ein Band aus weichem Kunststoff so um den Magen, dass dieser die Form einer Sanduhr erhält. Im oberen Teil bleibt nur wenig Raum für Nahrung – der Patient fühlt sich darum viel schneller satt. Durch die Engstelle gelangt das Essen langsam in den unteren Magenteil und wird dann ganz normal verdaut.
Wieder Spaß an der Bewegung
Das Magenband trickst sozusagen das Gehirn aus. Mit beachtlicher Wirkung: Im Durchschnitt verlieren Patienten dadurch langfristig 50 bis 60 Prozent ihres Übergewichts. Für Fiona M. war der Eingriff der erste Schritt in ein neues Leben. Sie nahm rasch ab und hatte bald wieder Freude an der Bewegung. „Jetzt schwimme ich regelmäßig, fahre Rad und gehe sogar wandern.“ Mit ihrer Entscheidung für das Magenband ist sie rundum glücklich. Bis auf eine Ausnahme: „Ich wünschte, ich hätte zehn Jahre früher von dieser Therapie erfahren.“
* Der BMI errechnet sich folgendermaßen: Die Körpergröße (in Metern) wird mit sich selbst multipliziert. Durch diese Zahl wird dann das Gewicht (in Kilogramm) geteilt.
© 2008, Ethicon Endo-Surgery (Europe) GmbH
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- 1.2Unser Credo
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- 1.3.1Gesund im Job
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- 1.3.3Schneller rauchfrei
- 1.3.4Eleganter Übergang
- 1.3.5Mitten im Leben
- 1.3.6Babyhaut schützen
- 1.3.7Kleine Watte, große Wirkung
- 1.3.8Safe Kids
- 1.3.9Adipositas
- 1.3.10Sanft schlummern
- 1.4Engagement
- 1.5Management
