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Sicher spielen und toben

Unfälle zählen zu den größten Gesundheitsrisiken für Kinder in Deutschland. Die Bundesarbeitsgemeinschaft
„Mehr Sicherheit für Kinder e.V.“
 gibt Eltern und Betreuern Rat, wie sie Unfällen vorbeugen können.

Die Notaufnahme des Berliner Krankenhauses Charité. Die vierjährige Hannah ist hier mit ihrem Vater. Sie wollte nur mal testen, ob das Wohnzimmerregal zum Klettern taugt – und ist böse gestürzt. Hannah wirkt benommen, kuschelt sich in Papas Schoß. In der Ambulanz behandeln Ärzte tagtäglich Kinder, die sich bei Unfällen verletzt haben. Jedes Jahr verunglücken in Deutschland rund 1,7 Millionen Kinder, davon mehr als 527.000 in der Freizeit – etwa im Straßenverkehr oder beim Spielen zu Hause. „Viele dieser Unfälle wären vermeidbar“, sagt Dr. Stefanie Märzheuser. Die Oberärztin an der Charité engagiert sich darum für die Bundesarbeitsgemeinschaft „Mehr Sicherheit für Kinder e.V.“ (BAG) mit Sitz in Bonn. Der eingetragene Verein macht auf Unfallrisiken für Kinder im Alltag aufmerksam und bietet Rat rund um das Thema Sicherheit. Johnson & Johnson GmbH ist Gründungssponsor der BAG und bis heute einer der Hauptpartner der Organisation.

Erste-Hilfe-Tipps und Eltern-Hotline
Ein Schrank so hoch wie ein Haus, ein Tisch so groß wie ein Auto und Stühle so unbezwingbar wie Bäume – mitten in dieser überdimensionalen Fantasielandschaft steht eine Gruppe von jungen Erwachsenen und wundert sich über die  Größe gewöhnlicher Alltagsgegenstände. Es ist der Blick eines 18-monatigen Kleinkindes, der den Besuchern hier vermittelt wird. Den spannenden Perspektivwechsel bietet die Wanderausstellung „Kinder im Haus!?“, die von der Bundesarbeitsgemeinschaft organisiert wurde. In der Kulisse erleben die Großen, wie alltägliche Gegenstände zum Anfassen einladen und zur Gefahr werden können, etwa die heiße Pfanne auf dem Herd. Aktionen wie diese sind ein wichtiger Teil der Aufklärungsarbeit des Vereins.

Darüber hinaus stellt die Organisation auf ihrer Webseite und in Broschüren Informationen für Eltern und Betreuer bereit – beispielsweise über die häufigsten Unfallsituationen, Tipps für den Kauf kindersicherer Produkte, Checklisten und Erste-Hilfe-Maßnahmen. In einem Forum können sich Mütter und Väter austauschen, für Fragen an Experten ist eine Eltern-Hotline eingerichtet. Für die BAG ist eine Vielzahl an Spezialisten tätig, darunter ärztliche Verbände, Rettungsorganisationen, Verkehrserzieher und Vereinigungen der Kinderhilfe.

Weltweite Aufklärung
Die Bundesarbeitsgemeinschaft ist Teil des
Netzwerks Safe Kids Worldwide® mit Sitz in den USA. Der Verband hat mit Johnson & Johnson einen langjährigen Sponsor. „Es ist eines unserer umfangreichsten Programme für Vorsorge und Aufklärung“, erklärt Sarah Colamarino, Vice President, Corporate Communication von Johnson & Johnson. „Unser Engagement erreicht jedes Jahr Millionen Familien auf der ganzen Welt.“ Safe Kids Worldwide® ist in 17 Ländern aktiv. Die Organisation stimmt ihre Maßnahmen jeweils auf den lokalen Bedarf ab. In Vietnam beispielsweise nehmen die meisten Eltern ihre Kinder auf dem Motorrad mit – darum verteilt Safe Kids dort kostenlos Helme für die Kleinen.

Viele Leben gerettet
Die Aufklärungsarbeit von Safe Kids schützt in den USA jedes Jahr viele Kinder vor Gefahren – vor allem im Straßenverkehr. Seit dem Jahr der Gründung des Verbands ist die Sterblichkeit von Kindern um 45 Prozent gesunken. Laut der US-amerikanischen Gesundheitsbehörde wurden in den vergangenen 20 Jahren dank besserer Vorbeugung etwa 38.000 Leben gerettet. In Deutschland will der Verein BAG dazu beitragen, die Zahl der Unfälle mit Kindern im Heim- und Freizeitbereich zu reduzieren. Die Präsidentin der Organisation Dr. Märzheuser denkt bei ihrer gemeinnützigen Arbeit immer auch an ihre eigenen drei Kinder: „Ich will, dass sie sicher aufwachsen“, sagt die Ärztin. Sie wäre glücklich, in der Berliner Notaufnahme in Zukunft weniger kleine Patienten behandeln zu müssen.

Johnson & Johnson (Corporate) | www.jnj.com